Am 21. April 2026 ging es mit Dr. Anna Heinze im Augusteum durch die jüngst eröffnete Ausstellung der international anerkannten Künstlerin, Leyla Yenirce, „Werdegang“, die viel Austauschpotenzial über Herkunft und Identität bot. Ihre multimediale Werkschau hatte sie eigens für Oldenburg geschaffen, die Stadt, die für Leyla Yenirce nach der Flucht als Dreijährige aus dem ehemaligen Kurdistan ihre erste Heimat in Deutschland wurde. So begegneten wir u. a. Zeichnungen aus ihrem Kinderzimmer, erfuhren, welche Rolle Kirchners Gemälde „Der Wanderzirkus“ für sie spielte und was es mit dem „Tassen-Daumen-Kino“ auf sicht hat. Zudem erhielten wir viele persönliche Einblicke über die Künstlerin. So bspw., dass sie sich täglich morgens bewusst bis zu zwei Stunden Zeit für Literaturgenuss nimmt. In ihrem Berliner Atelier befindet sich u. a. eine Kleist-Gesamtausgabe, die Yenirce bereits zum zweiten Mal liest. Welche Vorbilder ihr facettenreiches Interesse an Literatur, Politik, Kunst und Bildung geweckt haben, erläuterte uns Dr. Anna Heinze an Hand der collagenartigen Gemälde im „Chor der Frauen“. Großflächige Formate, die laut der Künstlerin enorm viel Energie im Arbeitsprozess abverlangen. Daher verwunderte es uns auch nicht, dass Leyla Yenirce sich diese Power beim Kick-Boxen antrainiert. – Ein herzliches Dankeschön an Dich, liebe Anna, für diesen außergewöhnlichen Ausstellungsbesuch!




